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Diese Hunderassen haben das höchste Risiko für Parodontalerkrankungen

Veröffentlicht am : 13. Mai 2026
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Eine neue groß angelegte Studie auf Grundlage von Daten von Hundehaltern hat ergeben, dass mehr als die Hälfte aller Haushunde an Parodontalerkrankungen leidet. Zu den wichtigsten Risikofaktoren dieser Erkrankung zählen demnach Alter, Rasse, bereits bestehende Erkrankungen im Maulbereich sowie die Zahnhygienegewohnheiten der Tiere.

Parodontalerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden. In vielen Fällen werden sie jedoch erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt, wenn sie bereits erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres haben können.

Die in der Fachzeitschrift Journal of Small Animal Practice veröffentlichte Untersuchung analysierte Fragebögen von 12.753 Hundehaltern aus den USA und Kanada. Anhand dieser Daten wurden demografische Faktoren, Gesundheitszustand und Lebensgewohnheiten der Tiere ausgewertet, um die Häufigkeit und die Risikofaktoren für Parodontalerkrankungen zu bestimmen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Halter von 50,5 % der in die Studie aufgenommenen Hunde angaben, dass ihre Tiere an dieser Erkrankung leiden. Besonders das Alter erwies sich als einer der entscheidenden Faktoren: Hunde ab acht Jahren hatten ein deutlich höheres Risiko, während Tiere unter vier Jahren die geringste Wahrscheinlichkeit aufwiesen, an einer Parodontalerkrankung zu leiden.

Rassen und Gewohnheiten im Zusammenhang mit Parodontalerkrankungen

Die Studie stellte außerdem eine höhere Häufigkeit von Parodontalerkrankungen bei kleinen und Miniatur-Hunderassen fest. Zu den besonders gefährdeten Rassen gehörten der American Cocker Spaniel, der Papillon, der Yorkshire Terrier, der Cavalier King Charles Spaniel sowie der Pomeranian. Große Hunderassen zeigten dagegen die geringste Wahrscheinlichkeit, diese Erkrankung zu entwickeln.

Die Forscher beobachteten zudem, dass bestimmte Befunde im Bereich der Maulgesundheit — etwa Mundgeruch oder eine Abwehrhaltung des Hundes bei Berührungen am Kopf — mit einem erhöhten Risiko für Parodontalerkrankungen verbunden waren. Hunde mit fehlenden Zähnen infolge von Traumata oder ausbleibendem Zahndurchbruch sowie Tiere mit Zahnfehlstellungen wiesen hingegen eine geringere Wahrscheinlichkeit auf, an dieser Erkrankung zu leiden.

Auch im Bereich der Zahnpflege wurden Unterschiede festgestellt. Die Häufigkeit von Parodontalerkrankungen war geringer bei Hunden, die Kauspielzeug, Rohhautprodukte oder tierische Kauartikel nutzten. Dagegen zeigte die Studie eine höhere Prävalenz bei Hunden, bei denen flüssige Präparate, Gele oder Öle, Pulverprodukte oder sogar regelmäßiges Zähneputzen eingesetzt wurden.

Die Untersuchung fand außerdem Zusammenhänge mit bestimmten Verhaltensmerkmalen. Hunde mit Parodontalerkrankungen wurden von ihren Haltern deutlich häufiger als ängstlich, schüchtern, stark gestresst, zurückhaltend oder energiearm beschrieben. Zudem standen sie seltener mit einem ausgezeichneten allgemeinen Gesundheitszustand und Wohlbefinden in Verbindung.

Brachyzephale Hunde wiesen im Vergleich zu mesozephalen Rassen dagegen eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit auf, an Parodontalerkrankungen zu leiden. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass diese niedrigere Prävalenz möglicherweise auf eine Unterdiagnose zurückzuführen ist, da die erforderlichen diagnostischen Untersuchungen eine Vollnarkose voraussetzen — ein Verfahren, das bei brachyzephalen Rassen als risikoreicher gilt.

Zwischen Parodontalerkrankungen und Faktoren wie Geschlecht oder Kastration fanden die Forscher hingegen keine signifikanten Zusammenhänge.

Alex Jemmett, Hauptautor der Studie und Forscher, erklärte, die Ergebnisse „bestätigen zahlreiche bereits bestehende Berichte über die canine Parodontalerkrankung und die damit verbundenen Risikofaktoren“. Gleichzeitig betonte er, dass die Erkenntnisse wichtige Fragen zum Umgang mit der Erkrankung aufwerfen. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die identifizierten Risikofaktoren künftig zu einer besseren Früherkennung und Prävention beitragen können.

 

Frühe Anzeichen zur Erkennung von Paradontalerkrankungen

Angesichts der großen Bedeutung von Parodontalerkrankungen bei Haustieren und ihrer hohen Verbreitung hat Ecuphar zuletzt besonders auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen Erkennung dieser Erkrankung hingewiesen und einige der wichtigsten Warnsignale beschrieben.

Das Unternehmen erinnert daran, dass sich Parodontalerkrankungen häufig früher entwickeln, als viele Tierhalter vermuten. Zu den ersten Anzeichen zählt eine leichte Entzündung des Zahnfleisches, die sich meist als Rötung am Zahnfleischrand zeigt und durch die Ansammlung bakterieller Plaque verursacht wird.

Darüber hinaus weist Ecuphar darauf hin, dass sich Zahnbelag oder Zahnstein bereits bei jungen Tieren frühzeitig bilden können und ohne rechtzeitige Maßnahmen rasch fortschreiten. Ein weiteres frühes Warnsignal ist leichter Mundgeruch beziehungsweise anhaltender schlechter Atem, der in der Regel mit bakterieller Aktivität in der Mundhöhle zusammenhängt.

Das Unternehmen warnt außerdem davor, dass Empfindlichkeit oder Schmerzen im Zahnfleisch zu Verhaltensänderungen beim Tier führen können — insbesondere bei Untersuchungen des Mauls oder während der Futteraufnahme.

Veränderungen beim Fressverhalten, etwa zögerliches Kauen, längeres Fressen oder eine auffällige Vorliebe für weiche Nahrung, können ebenfalls auf Beschwerden im Maulraum hinweisen, die mit dem Fortschreiten einer Parodontalerkrankung zusammenhängen.

Nach Angaben von Ecuphar ermöglicht die Erkennung der Erkrankung in frühen Stadien die Anwendung vorbeugender Maßnahmen, um das Fortschreiten zu verlangsamen und die Mundgesundheit von Haustieren langfristig zu erhalten.

Deshalb betont das Unternehmen die Bedeutung einer konsequenten täglichen Zahnhygiene sowie einer tierärztlichen Beratung. Ziel sei es, Tierhalter dabei zu unterstützen, erste Anzeichen der Erkrankung frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen konsequent umzusetzen.

R.B.

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