Guardia Civil nimmt Reitlehrer wegen mutmaßlicher Tierquälerei bei Reitturnier fest

Veröffentlicht am : 04. Februar 2026
Seitenbesucher: 127

Der Naturschutzdienst der Guardia Civil (Seprona) der Kommandantur Las Palmas hat einen Mann wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz festgenommen. Die Festnahme erfolgte am 20. Januar 2026 nach Abschluss einer Untersuchung, die infolge der „schweren Vorfälle“ während einer regionalen Springreitmeisterschaft eingeleitet worden war.

Die Ereignisse spielten sich in einer Sportanlage ab, in der der Wettbewerb stattfand. Während der Veranstaltung reagierte der nun festgenommene Mann – Reitlehrer und Verantwortlicher des Pferdes – gewalttätig, nachdem das Tier im Parcours ausgeschieden war. Anstatt die üblichen Maßnahmen zur Abkühlung und Erholung nach der Anstrengung durchzuführen, soll er dem Pferd mehrfach mit Tritten in den Bauch- und Flankenbereich zugesetzt haben. Die mutmaßliche Misshandlung ereignete sich vor den Augen mehrerer Zeugen, darunter auch Minderjährige.

Unmittelbar danach leitete die Seprona eine Untersuchung zur Aufklärung des Sachverhalts ein. Das schnelle Eingreifen der Beamten sowie die Zusammenarbeit mit den zuständigen Verbandsverantwortlichen ermöglichten es, Zeugenaussagen zu sichern und die für die Ermittlungen notwendigen Beweise zu erhalten.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde noch vor Ort ein offizielles tierärztliches Gutachten erstellt, das für das Verfahren von entscheidender Bedeutung war. Die Untersuchung bestätigte, dass sich das Pferd in einem schlechten Zustand befand: Es war nicht abgesattelt, stark verschwitzt, zitterte und zeigte deutliche Anzeichen von Nervosität sowie eine defensive Haltung gegenüber der Anwesenheit des mutmaßlichen Täters. Diese Befunde bestätigten sowohl körperliche Misshandlungen als auch die Unterlassung grundlegender Pflege, was nach Angaben der Guardia Civil „die Gesundheit und das Wohlbefinden des Tieres gefährdete“.

Nach Abschluss der Ermittlungen setzte die Seprona die Justiz über den Sachverhalt in Kenntnis. Die Ermittlungsakten wurden an das zuständige Ermittlungsgericht im Bereitschaftsdienst sowie an die Umweltstaatsanwaltschaft von Las Palmas übermittelt.

F.S.

Werbung

Bitte helft uns, die laufenden Kosten für die Unterhaltung dieser Website aufzubringen, damit wir auch weiterhin unsere Informationen kostenlos anbieten können. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten:

1) Geldspende (auch ganz kleine Beträge helfen uns) unter: https://www.paypal.com/paypalme/tierischebalearen

2) noch einfacher und ohne Kosten: Klickt einfach rechts neben dem Artikel auf unserer Website auf die Werbung und laßt die erscheinende Seite einen Augenblick stehen, bevor ihr weiter surft.

Vielen Dank für Eure Hilfe. Eure Redaktion von „Tierische Balearen“