Jeder vierte Hund wird nach Weihnachten ausgesetzt
Etwa 16 Prozent der Adoptionen fallen in die Weihnachtszeit – Tierschützer warnen vor der „Verschenkkultur“
Die Festtage gelten traditionell als Zeit der Geschenke – doch für viele Hunde bedeutet genau das einen schweren Start ins neue Jahr. Laut aktuellen Daten der Real Sociedad Canina de España (RSCE) steigt die Zahl der Aussetzungen im Januar deutlich an. Tierschutzorganisationen mahnen deshalb zu mehr Verantwortungsbewusstsein und warnen vor unüberlegten Adoptionen.
Januar: Höchster Wert an Aussetzungen
Einer von vier Hunden wird nach den Weihnachtsfeiertagen ausgesetzt. Besonders der Januar fällt mit einer Quote von 8,7 Prozent als problematischster Monat des Jahres auf. Die Zahlen machen sichtbar, dass Hunde während der Festtage noch immer häufig als Geschenk in Haushalte gelangen – und viele Menschen erst nach den Feiertagen realisieren, welche Verantwortung ein Hund mit sich bringt.
Trotz zahlreicher Informationskampagnen bleibt der Trend bestehen: 16,2 Prozent aller Hunde werden ausgerechnet kurz vor Weihnachten adoptiert. Die RSCE wertete hierfür Branchenzahlen aus, die deutlich zeigen, dass viele Tiere in dieser Zeit wie Gegenstände betrachtet und verschenkt werden.
Langfristige Entwicklung bereitet Sorge
Noch alarmierender ist die Entwicklung der vergangenen Jahre: Seit 2020 sind die Aussetzungen von Haustieren um insgesamt sieben Prozent gestiegen.
„Im letzten Jahr lag der Anstieg zwar nur bei 1,85 Prozent“, so die RSCE, „doch das Aussetzen bleibt weiterhin das größte Problem für das Wohl und die Lebensqualität von Haustieren in Spanien.“
Eine Kampagne gegen das Wegwerfen von Tieren
Um dem entgegenzuwirken, startet die RSCE ihre diesjährige Kampagne „Elige quererlo siempre, no solo en Navidad“ – „Liebe ihn immer, nicht nur an Weihnachten.“ Die Botschaft ist klar: Ein Hund ist kein saisonales Geschenk, sondern ein Lebewesen, das dauerhaft Fürsorge und Verantwortung braucht.
Die Organisation erinnert daran, dass das Zusammenleben mit einem Hund eine Verpflichtung für viele Jahre bedeutet. Wer eine Adoption oder Anschaffung in Erwägung zieht, sollte sich daher umfassend informieren, die eigene Lebenssituation ehrlich einschätzen und sicherstellen, dass Erziehung, Pflege und Wohlbefinden des Tieres langfristig gewährleistet sind.
„Eine Entscheidung, die gut überlegt sein muss“
„Um eine verantwortungsvolle Adoption oder einen verantwortungsvollen Kauf sicherzustellen, sollte man den eigenen Lebensstil reflektieren und prüfen, ob man die langfristigen Bedürfnisse eines Tieres erfüllen kann. Informiere dich über die Eigenschaften und Bedürfnisse der Rasse, die dich anspricht, und hole Rat bei Tierheimen und Fachleuten ein. Verantwortungsvolle Adoption rettet Leben und verbessert das Tierwohl“, betonen die Experten.
Paco Camarasa, Direktor der Stiftung DingoNatura, fasst es so zusammen:
„Adoptieren ist ein Akt der Liebe – aber auch der Verantwortung. Nur wer versteht, was das bedeutet, kann eine stabile und positive Beziehung zu seinem Tier aufbauen.“
F.S.
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