Neue Leitlinien zum Umgang mit Diabetes bei Katzen veröffentlicht
Die American Animal Hospital Association (AAHA) hat neue Leitlinien zum Management von Diabetes bei Katzen veröffentlicht. Das Dokument richtet sich an Tierärzte in der Primärversorgung und bietet praxisnahe Empfehlungen zu Diagnose, Therapie und Nachsorge.
Im Fokus steht der Hinweis, dass sich die Behandlung bei Katzen deutlich von der bei Hunden unterscheidet – nicht zuletzt durch den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren, die neue therapeutische Ansätze ermöglichen. Für die Diagnose sei vor allem der Nachweis einer anhaltenden Hyperglykämie entscheidend, etwa über Fruktosamin- oder HbA1c-Werte.
Die Leitlinien raten zudem von Blutzuckerkurven in der Klinik ab und betonen, dass nicht jede Katze für eine Therapie mit SGLT2-Inhibitoren geeignet ist. Wichtig seien eine sorgfältige Patientenauswahl sowie die Berücksichtigung von Begleiterkrankungen.
Bei insulinbehandelten Katzen empfiehlt die AAHA, nicht nur Laborwerte zu bewerten, sondern auch den klinischen Zustand und das Wohlbefinden des Tieres. Ergänzend liefern die Leitlinien konkrete Entscheidungshilfen – etwa zur Wahl der Therapie, zum Umgang mit Hypoglykämien und zur langfristigen Betreuung.
Grundsätzlich gilt: Mit der richtigen Behandlung können Katzen mit Diabetes gut leben – in einigen Fällen ist sogar eine Remission möglich. Unterstützt werden die Leitlinien unter anderem von Boehringer Ingelheim, Dechra und MSD Animal Health.
C.S.
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