Prozessionsspinnerraupen treten in diesem Jahr viel früher auf
Der Kiefernprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa) ist in diesem Jahr erneut früher als üblich aufgetreten und wurde bereits in Provinzen wie Murcia und Castellón nachgewiesen. Nach Einschätzung von Experten dürfte sich diese Situation bald auch in weiteren Teilen des Landes wiederholen.
Diese Plage stellt ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko für Menschen – insbesondere für Kinder – dar und kann für Hunde sogar tödlich enden.
In diesem Zusammenhang warnt die Nationale Vereinigung der Unternehmen für Umwelthygiene (Anecpla) davor, dass bereits der bloße Kontakt mit den giftigen Brennhaaren der Raupe starke allergische Reaktionen, Augenverletzungen und Hautprobleme auslösen kann – selbst ohne das Insekt direkt zu berühren.
Diese Haare tragen die wissenschaftliche Bezeichnung Trichome. Man schätzt, dass jedes einzelne Tier rund 500.000 davon besitzt – bereit, wie vergiftete Pfeile zu wirken, sobald sich die Raupe bedroht fühlt.
„Die eigentliche Gefahr des Prozessionsspinners besteht darin, dass er oft unbemerkt bleibt, bis der Kontakt bereits stattgefunden hat“, erklärt Manuel García Howlett, Generaldirektor von Anecpla.
„Seine Brennhaare wirken wie echte mikroskopisch kleine Pfeile, die von Nesselsucht bis hin zu schweren Reaktionen alles auslösen können. Bei Hunden können die Folgen dramatisch sein, wenn sie an der Raupe schnuppern oder sie gar aufnehmen“, warnen die Experten.
Kinder und Haustiere gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen, da sie häufig in Parks, Gärten und bewaldeten Bereichen spielen oder spazieren gehen – genau dort, wo die Raupen in ihren bekannten „Prozessionen“ von den Kiefern herabsteigen. Bei Hunden kann der Kontakt zu starken Schwellungen im Maulbereich, Erbrechen, Nekrosen an Zunge oder Rachen und sogar zu einem anaphylaktischen Schock führen.
Angesichts dieser Situation empfiehlt Anecpla, die Raupen oder ihre Nester niemals zu berühren, Hunde in betroffenen Gebieten an der Leine zu führen und bei ersten Symptomen nach einem möglichen Kontakt sofort einen Tierarzt oder eine medizinische Einrichtung aufzusuchen.
Zudem betont der Verband, dass die Bekämpfung dieser Plage ausschließlich durch professionelle Fachunternehmen für Umwelthygiene erfolgen sollte, die nach integrierten Managementkriterien sowie mit sicheren und wirksamen Methoden arbeiten.
„Es ist entscheidend, präventiv und vorausschauend zu handeln. Der Prozessionsspinner ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern eine Frage der öffentlichen Gesundheit. Die beste Waffe im Kampf gegen ihn sind Information, Umsicht und professionelle Intervention“, so García Howlett abschließend.
T.G.
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