RSCE schlägt neue Regelung für familiäre Hundezucht vor
Die Real Sociedad Canina de España (RSCE) hat ein Positionspapier zur geplanten Neuregelung der sogenannten Núcleos Zoológicos im Rahmen des spanischen Tierschutzgesetzes vorgelegt. Ziel ist es, verantwortungsvolle, familienbasierte Hundezucht zu schützen und besser von kommerziellen Zuchtbetrieben abzugrenzen, um so illegale Zucht einzudämmen.
Veraltete Regelung führt zu Unsicherheiten
Nach Einschätzung der RSCE ist die aktuelle Vorschrift zu den Núcleos Zoológicos, die aus dem Jahr 1975 stammt, nicht mehr zeitgemäß. Sie führe zu rechtlicher Unsicherheit und könne sich sogar negativ auf das Tierwohl auswirken. Deshalb fordert die Organisation eine Überarbeitung der gesetzlichen Grundlagen.
Unterscheidung zwischen Familien- und Profizucht
Kernpunkt des Vorschlags ist die klare Differenzierung zwischen familiären Züchtern und professionellen Zuchtbetrieben. Die RSCE schlägt vor, dass kleinere Zuchten – mit bis zu acht Zuchthündinnen oder einem Jahresumfang von maximal 15 Welpen – keine Núcleo-Zoológico-Nummer benötigen, solange die Zucht nicht hauptberuflich betrieben wird und grundlegende Anforderungen an Tierwohl und Identifizierung eingehalten werden.
Vorschlag: „Núcleo Zoológico Familiar o Selectivo“
Für Hobby- und Familienzüchter soll ein spezielles Modell geschaffen werden, das an die Realität dieser Betriebe angepasst ist. Dieses familiäre oder selektive Núcleo soll:
- in der privaten Wohnumgebung der Züchter angesiedelt sein
- nicht der Haupterwerb sein
- maximal rund 15 Zuchthündinnen und bis zu vier Würfe pro Jahr umfassen
- unter der Kontrolle anerkannter kynologischer Organisationen stehen, z. B. der RSCE
Höhere Standards für größere Zuchtbetriebe
Für professionelle Zuchten soll das bisherige System beibehalten, jedoch um verstärkte Auflagen ergänzt werden. Dazu zählen:
- verbindliche Sozialisierungspläne
- genetische Gesundheitsuntersuchungen
- veterinärmedizinisch geführte Gesundheitsdokumentation
- ein Tierwohlkonzept unter tierärztlicher Aufsicht
- angemessene Haltungsbedingungen
Ausgleich zwischen Tierschutz und Zuchtkultur
RSCE-Präsident José Miguel Doval betont, dass der Vorschlag dazu beitragen soll, Tierschutz und verantwortungsvolle Zuchtpraxis in Einklang zu bringen. Er unterstreicht, dass dadurch auch das genetische und kulturelle Erbe der Hunderassen bewahrt wird.
„Diese Maßnahmen schaffen ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Praxis und sorgen für eine Regulierung, die wirksam, angemessen und kohärent ist“, so Doval.
Unberücksichtigt geblieben nach unserer Meinung die Einstfung von Tierschutzorganisationen, die lediglich Hunde aus Abgaben oder als Fundtiere aufnimmt, um sie medizinisch zu versorgen und anschließend so lange zu betreuen, wie noch kein passender Adoptant gefunden werden kann. Auch hier dürfte es sinnvoll sein, zwischen kleinsten Einrichtungen mit maximal bis zu 10 Tieren und größeren Einrichtungen mit mehr als 10 Tieren zu unterschieden, um die Anforderungen den Möglichkeiten der Betreiber besser anpassen zu können.
F.S.
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