Schneewetter in Spanien: Empfehlungen für sichere Hundespaziergänge

Veröffentlicht am : 29. Januar 2026
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Am Mittwoch, dem 28. Januar, ist ein Teil Spaniens schneebedeckt in den Tag gestartet. In zahlreichen Regionen der Iberischen Halbinsel kam es zu teils intensiven Schneefällen. Bereits in der Nacht zum 27. Januar hatte die spanische Verkehrsbehörde (Dirección General de Tráfico, DGT) davor gewarnt: „Die bedeutendsten Niederschläge in Form von Schnee werden voraussichtlich in den frühen Morgenstunden und im Verlauf des Mittwochvormittags auftreten“ – ein Hinweis auf die Gefahren, die diese Wetterlage für den täglichen Verkehr mit sich bringt.

Parallel dazu veröffentlichte auch die spanische Wetteragentur Aemet am 27. Januar eine Sonderwarnung zu dieser Situation: „Wind, stürmische See, Regen und Schnee. Ein sehr widriger Mittwoch. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Schneefällen in tieferen Lagen, sehr starken Winden in weiten Teilen des Landes, stürmischem Seegang und ergiebigen Regenfällen.“ Betroffen seien demnach sowohl Teile der Iberischen Halbinsel als auch die Balearen.

Angesichts dieser Wetterlage haben die Behörden zur Vorsicht aufgerufen und empfohlen, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden. In mehreren autonomen Gemeinschaften wurde der Schulunterricht ausgesetzt, sodass viele Menschen den Tag zu Hause im Kreis ihrer Familien verbrachten.

In vielen spanischen Haushalten leben Hunde, die auf regelmäßige Bewegung und tägliche Spaziergänge angewiesen sind. Deshalb bleiben Ausgänge ins Freie auch bei widrigen Wetterbedingungen – etwa bei starker Kälte, Regen oder Schnee – weiterhin notwendig.

Tipps für Spaziergänge mit Hunden bei Kälte und Schnee

Vor diesem Hintergrund hat das Tierarzneimittelunternehmen Vetoquinol eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht, um die Pflege und Sicherheit von Hunden bei winterlichen Spaziergängen zu verbessern. Zwar sind regelmäßige Ausgänge für die körperliche und geistige Gesundheit von Hunden unerlässlich, doch niedrige Temperaturen und widrige Wetterbedingungen machen eine Anpassung dieser Routinen erforderlich.

So raten die Expertinnen und Experten dazu, Dauer und Zeitpunkt der Spaziergänge anzupassen. An besonders kalten Tagen seien kürzere, dafür häufigere Gassirunden sinnvoll. Wenn möglich, sollten die wärmeren Tageszeiten mit mehr Tageslicht bevorzugt werden, um sowohl den Komfort des Tieres als auch die Sicherheit während des Spaziergangs zu erhöhen.

Vetoquinol weist außerdem auf die Bedeutung eines angemessenen Kälteschutzes hin – insbesondere bei Hunden, die ihre Körperwärme schlechter halten können. Der Einsatz von wärmender Kleidung sowie das Vermeiden von Feuchtigkeit nach Kontakt mit Regen oder Schnee zählen zu den zentralen Empfehlungen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Winterspaziergängen ist die Sichtbarkeit. In diesem Zusammenhang werden Halsbänder, Geschirre und weiteres Zubehör mit reflektierenden Elementen oder integrierten Leuchten empfohlen. Zudem ist es ratsam, gut beleuchtete Wege zu nutzen.

Darüber hinaus wird betont, dass die Pfoten nach jedem Spaziergang gründlich gereinigt werden sollten, um Rückstände von Streusalz, chemischen Substanzen oder Schmutz von vereisten Flächen zu entfernen.

Abschließend unterstreicht das Unternehmen die Bedeutung, auf mögliche Anzeichen von Unwohlsein beim Hund zu achten. Dazu zählen Zittern, häufiges Stehenbleiben oder der Widerstand, den Spaziergang fortzusetzen. In solchen Fällen wird empfohlen, den Ausflug zu verkürzen und möglichst rasch in eine wärmere Umgebung zurückzukehren.

Spüren alle Hunde die Kälte gleich?

Im Zusammenhang mit den notwendigen Vorsorgemaßnahmen bei intensiven Kälteperioden weisen MiVet Clínicas Veterinarias darauf hin, dass nicht alle Hunde gleichermaßen auf niedrige Temperaturen reagieren. Die Kältetoleranz hängt von verschiedenen körperlichen Faktoren sowie vom Gesundheitszustand des Tieres ab. Während sich manche Hunde relativ gut an winterliche Bedingungen anpassen, reagieren andere bereits bei den ersten Temperaturabfällen empfindlich.

Zu den entscheidenden Einflussfaktoren zählt laut MiVet vor allem das Fell. Hunde mit kurzem oder feinem Haar verfügen über einen geringeren natürlichen Kälteschutz. Auch Körpergröße und Fettanteil spielen eine wichtige Rolle, da kleinere Hunde aufgrund ihrer geringeren Körpermasse schneller Wärme verlieren und ihre Temperatur schlechter halten können.

Ein weiterer relevanter Faktor ist das Alter. Sowohl Welpen als auch ältere Hunde besitzen eine weniger effiziente Thermoregulation und sind daher anfälliger für Kälte. Hinzu kommt der Gesundheitszustand: Tiere mit Arthrose, Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen leiden häufig stärker unter niedrigen Temperaturen, da Kälte Gelenkschmerzen verstärken oder das Immunsystem zusätzlich belasten kann.

Auch der Aktivitätsgrad beeinflusst das Kälteempfinden, da Bewegung zur Erzeugung von Körperwärme beiträgt. Hunde mit geringer Aktivität oder eingeschränkter Mobilität kühlen daher schneller aus. Zudem betont MiVet, dass bestimmte Rassen – etwa Galgos oder Chihuahuas – in der Regel einen höheren Kälteschutz benötigen, während nordische Rassen besser an niedrige Temperaturen angepasst sind. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass kein Hund gegenüber extremer Kälte immun ist.

Abschließend erinnert das Unternehmen daran, dass der Wohnbereich der erste Ort ist, an dem Hunde im Winter geschützt werden können. Empfohlen wird, einen warmen und sicheren Ruheplatz zu schaffen, Zugluft und kalte Böden zu vermeiden und auf gepolsterte Hundebetten oder Decken zurückzugreifen. Bei besonders kälteempfindlichen Hunden kann auch das Tragen leichter Kleidung in Innenräumen sinnvoll sein, sofern diese die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.

Darüber hinaus rät MiVet, Bäder in den Wintermonaten zu reduzieren, da häufiges Waschen die natürliche Fettschicht des Fells beeinträchtigen kann. Ist ein Bad erforderlich, sollte lauwarmes Wasser verwendet und das Tier anschließend vollständig abgetrocknet werden. Abschließend wird empfohlen, abrupte Temperaturwechsel zu vermeiden und dem Hund vor dem Gang nach draußen ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben.

C. S.

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