Sommerzeit, Reisezeit – und leider auch Unfallzeit für Hunde
Warum Achtsamkeit auf der Straße Leben rettet
Der Sommer ist da – endlich Ferien, spontane Ausflüge, lange Autofahrten Richtung Erholung. Doch während wir uns aufs Kofferpacken und Routentüfteln konzentrieren, wird eine stille Tragödie oft übersehen: Jedes Jahr sterben über 3.100 Hunde auf spanischen Straßen, viele davon in den sonnigen Monaten zwischen Mai und September.
Allein während der Sommerferienzeit ereignen sich knapp 1.900 tödliche Unfälle mit Hunden – und viele davon wären mit einfachen Maßnahmen vermeidbar gewesen.
Unterschätzte Gefahr auf Nebenstraßen
Laut aktuellen Berichten von Royal Canin, dem Automobilclub RACE und der spanischen Verkehrsbehörde DGT finden 70 % der Unfälle auf Nebenstrecken und Landstraßen statt – dort, wo der Zugang oft ungesichert ist und Tiere leicht auf die Fahrbahn gelangen.
Besonders betroffen: Andalusien, Galicien, Kastilien-León und Kastilien-La Mancha – Regionen mit hohem Verkehrsaufkommen im Sommer, vielen Rastplätzen, Tankstellen und ländlichen Zugängen.
„Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – eine schlecht befestigte Leine, eine offenstehende Autotür – kann genügen, damit ein Hund auf die Straße läuft. Die Folgen sind oft tragisch“, warnt die Königliche Spanische Hundegesellschaft (RSCE).
Gesetz ist Pflicht – Empathie ist Verantwortung
Die Rechtslage ist klar: Tiere dürfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden, wenn sie dadurch Zugang zur Straße haben könnten. Doch Gesetze allein reichen nicht. Die RSCE mahnt: Nur mit einer verantwortungsbewussten, mitfühlenden Haltung lassen sich Unfälle wirklich vermeiden.
Denn nicht nur für den Hund selbst ist ein Unfall tödlich – auch Menschenleben sind in Gefahr, wenn es durch einen überfahrenen Hund zu Folgeunfällen kommt.
Sicher unterwegs – mit einfachen Maßnahmen
Damit der Sommerurlaub nicht in einer Tragödie endet, empfiehlt die RSCE folgende Vorsichtsmaßnahmen für alle Hundebesitzerinnen und Autofahrerinnen:
- Zugelassene Rückhaltesysteme nutzen: Spezielle Sicherheitsgurte, Transportboxen oder Trenngitter gehören zur Grundausstattung.
- Hund niemals allein im Auto lassen, besonders nicht in der Sonne.
- Vor dem Türöffnen sichern – auch bei kurzen Stopps!
- Regelmäßige Pausen einlegen: zum Trinken, Spazierengehen, Stress abbauen.
- Immer aufmerksam bleiben, vor allem in der Nähe von Ortschaften und Landstraßen.
Urlaub mit Hund – aber sicher!
Wer mit seinem Hund reist, übernimmt Verantwortung – für das Tier, für sich selbst und für andere Verkehrsteilnehmer. Mit ein wenig Achtsamkeit wird aus einer potenziellen Gefahr ein sicherer, entspannter Sommer für alle.
Fazit:
Wer seinen Hund liebt, sorgt vor – und reist sicher. Sicher reisen mit Hund ist keine Herausforderung, sondern eine Frage der Haltung.
R.B.
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