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Wenn Tierliebe aus dem Ruder läuft: 22 Katzen aus Wohnung in Valencia gerettet

Veröffentlicht am : 02. Juli 2025
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Ein aktueller Fall aus Valencia zeigt, wie wichtig ein koordiniertes Vorgehen von Polizei, Veterinärwesen und sozialen Einrichtungen ist – vor allem, wenn übermäßige Tierhaltung zu einem ernsten Problem wird.

Aufgrund wiederholter Beschwerden von Anwohnern einer Wohnanlage in der Calle Senyera wurde eine Wohnung von einer Streife der Umwelteinheit der Lokalpolizei (UMA) und einer Tierärztin des städtischen Tierschutzdienstes inspiziert. Den Meldungen zufolge lebte eine Frau mit einer großen Zahl an Katzen in ihrer Wohnung. Die Nachbarschaft beklagte starke Geruchsbelästigung, hygienische Missstände sowie erhebliche Probleme im Zusammenleben.

Bereits beim Betreten des Treppenabsatzes war ein starker Geruch wahrzunehmen. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte schließlich 22 Katzen vor – in teils verwahrloster Umgebung. Die hygienischen Zustände in der Wohnung waren besorgniserregend, der Geruch überwältigend. Polizei und Veterinärdienst dokumentierten den Zustand und informierten weitere städtische Dienste wie den Sozial- und Tierschutzdienst, um eine umfassende Lösung zu entwickeln.

Als erste Maßnahme wurden 17 der Katzen aus der Wohnung entfernt. Fünf Tiere durften – im Einklang mit den Empfehlungen des Tierschutzdienstes – bei der Halterin verbleiben. Diese verpflichtete sich, die Tiere zu sterilisieren und mit einem Mikrochip auszustatten. Die übrigen Katzen wurden ins Tierschutzzentrum von Benimàmet gebracht, wo sie nun medizinisch versorgt, gechippt und später zur Adoption freigegeben werden.

Nicht der erste Vorfall

Bereits im Jahr 2023 war der betroffenen Frau die Haltung von 40 Katzen untersagt worden. Die Behörden haben angekündigt, auch künftig Kontrollen durchzuführen, um die Einhaltung der aktuellen Auflagen zu überwachen.

Tierärztliche Gutachten als Schlüssel zur Gerechtigkeit

Fälle wie dieser machen deutlich, welche Schlüsselrolle Tierärztinnen und Tierärzte bei der Aufdeckung und Verfolgung von Tiermissbrauch spielen. Besonders bei Verdachtsfällen auf Misshandlung oder unzumutbare Haltung ist die fachliche Expertise von großer Bedeutung. Darauf weist auch die Plattform für veterinärfachliche Gutachtendienste Perivet hin.

Laut Perivet sollte ein forensisch tätiger Tierarzt nicht nur Verletzungen untersuchen und dokumentieren, sondern auch gerichtlich verwertbare Gutachten erstellen, mit Polizei und Justiz kooperieren und aktiv an Verfahren als sachverständige Zeugen teilnehmen.

„Die Rolle des forensischen Tierarztes schützt nicht nur Tiere – sie stärkt auch die Gerechtigkeit. Denn es kann keinen effektiven Tierschutz ohne fundierte technische Beweise geben – und keine Gerechtigkeit ohne Fachleute, die wissenschaftlich belastbare Fakten liefern können“, so ein Sprecher von Perivet.

Fazit

Der Fall aus Valencia ist kein Einzelfall – aber ein Beispiel dafür, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz ist: Tierwohl, Nachbarschaftsschutz und fachlich fundierte Begutachtung müssen zusammenspielen, um sowohl den Tieren als auch der Gesellschaft gerecht zu werden. Denn übermäßige Tierliebe darf nicht in Vernachlässigung oder Misshandlung umschlagen – und genau hier setzt verantwortungsvolles Handeln an.

F.S.

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