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Social Distancing soll nun auch für Tiere gelten

22-11-2020
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Katze am FensterUnter dieser Überschrift findet sich ein Online-Artikel der schweizer Verlagsgruppe TX-Group Zürich in deren Zeitung „20 Minuten“.

Laut dem Artikel sollen die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention empfohlen haben, daß die sozialen Kontakte zu Haustieren eingeschränkt werden sollten, da noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt sei, ob eine Übertragung des Corona-Virus durch Haustiere möglich sei. Demnach sollen Halter von Hunden auf der Straße ihre Tiere im Abstand von mindestens 2 m an anderen Menschen vorbei führen. Das Ausführen an belebten Plätzen soll grundsätzlich vermieden werden. Katzen sollen in der Wohnung gehalten werden und nicht mehr durch die Natur streifen.

„Behandeln Sie Haustiere wie andere Familienangehörige, die Sie vor einer möglichen Ansteckung schützen, bis wir mehr über die Auswirkungen des Virus auf Tiere wissen“, bringen die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention ihre Empfehlungen auf den Punkt.

Für von deutschen Virologen mittlerweile für wenig relevant erachtet, in dem o.g. Artikel aber thematisiert, soll ein besonderes Augenmerk auf körperliche Oberflächen gelegt werden, die von infizierten Haustieren mit der Schnauze oder der Nase berührt wurden. Dies soll der schweizer Tierarzt Johannes Kaufmann von Anicura auf Anfrage erklärt haben. Man rät daher, Haustiere strikt von infizierten Personen fern zu halten.

Der Virologe Volker Thiel aus Bern rät auch zu den vorstehend genannten Maßnahmen, obgleich er auch erklärt, daß bisher weltweit kein einziger Fall bekannt geworden ist, wo ein Hund einen Menschen angesteckt hat.

Infolge der unsicheren Datenlage sollte man aber darauf achten, daß das Tierwohl nicht völlig aus den Augengerät, so Thiel an anderer Stelle. Es gibt zwar einzelne Tierarten, wie z.B. Katzen, Nerze u.a., bei denen in Einzelfällen Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen worden seien, doch eine Ansteckung von Menschen konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Das bestätigen auch aktuell laufende Studien des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Seitens der Tierpsychologen wird das social Distancing für Tiere prinzipiell abgelehnt, weil es dem Tierwohl abträglich sei. Insbesondere Katzen, die schon jahrelang Freigänger sind, können leicht „durchdrehen“, wenn ihnen urplötzlich der Freiraum entzogen werde. Auch Hunde leiden, wenn ihnen der soziale Kontakt zu anderen Artgenossen und vertrauten Menschen entzogen werden würde.

In Anbetracht des Fehlens der nötigen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse über angebliche Gefahren der Ansteckung mit dem Corona-Virus vermittels Haustiere sollte man den sozialen Kontakt zu seinen Tieren auf gar keinen Fall abbrechen oder einschränken, so unsere Meinung. Wahrscheinlich wird damit mehr Schaden als Nutzen verursacht und ob sich der Schaden dann so einfach wieder beheben läßt ist äußerst fraglich.

M.M.

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