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BALDEA erhielt einen Preis für soziales Engagement

Veröffentlicht am : 03. November 2022

Es ist schon über einem Monat her, da überreichte die „Mallorca Zeitung“ an BALDEA, dem Dachverband der balearischen Tierschützer, einen Preis für soziales Engagement. Petra Steiner, die Schatzmeisterin des Verbandes, machte uns dieser Tage auf diese Auszeichnung aufmerksam. Daher auch die verspätete Berichterstattung.

2005 gegründet, hat sich BALDEA seither auf verschiedenen Gebieten des Tierschutzes auf den Inseln betätigt. Dennoch gibt es nach wie vor sehr viel zu tun, denn sowohl der lokale wie auch der nationale und internationale Tierschutz erfordern, ständig am Ball zu bleiben. Die Liste der Erfolge ist über die Jahre schon recht beeindruckend geworden, aber die Liste der noch nicht erledigten Dinge ist mindestens ebenso lang.

Bei der alltäglichen Arbeit wird BALDEA sowohl von mallorquinischen wie auch ausländischen Tierschützern tatkräftig unterstützt. Eine der wichtigsten Aufgaben, der sich BALDEA stellt, ist die Kastration von Straßenkatzen, denn nur so kann eine ungebremste Populationserweiterung bis ins Unendliche vermieden werden. Bedingt durch Corona und die weiteren weltweisen Krisen hat die Zahl der Straßenkatzen überdurchschnittlich stark zugenommen. Das kann weder im Interesse der Bevölkerung noch der Katzen selbst sein, denn mit der Zunahme der Population nimmt auch das Leid der Tier zu, denn irgend einer Stele sind die tierlieben Menschen auch nicht mehr in der Lage, die Tiere ausreichend zu betreuen und zu versorgen.

Seit Jahren betreibt BALDEA für die Kastrationsaktionen eine mobile Tierarztpraxis, das sogenannte Kastrationsmobil. Diese ist aber auch schon betagt und der Verband weiß nicht, ob es durch den nächsten TÜV kommen wird. Für dringend erforderliche Reparaturarbeiten werden ca. 8000 € veranschlagt, Geld, was eigentlich auch für die Kastrationen selbst dringend benötigt wird. Hier würden natürlich dringend Spenden helfen, aber die sich gegenwärtig breit machende Inflation ist ein Problem, denn den Spendern ist nicht zu verdenken, daß diese ihre Finanzen beisammen halten wollen, weiß doch niemand, was noch auf uns zukommen wird.

Bei dem Kastrationsmobil handelt es sich um einen ausrangierten Krankenwagen, der von der Landesregierung vor ca. 10 Jahren zur Verfügung stellt wurde. Erst nach zähem Ringen gelang es dann, die Tierärztekammer dazu zu bewegen, dieses Fahrzeug als mobilen OP-Raum anzuerkennen. Die Kastrationen erfolgen in den Gemeinden, wo es entsprechende Abkommen mit den Rathäusern, auch zur Finanzierung der Aktionen gibt und wo Freiwillige beim Einfangen der Tiere helfen. Im Durchschnitt werden jährlich ca. 1500 Tiere kastriert.

BALDEA übernimmt aber auch eine ganze Reihe weiterer Aufgaben. So wird mit Behörden und Institutionen über konkrete Einzelfragen und Projekte verhandelt. Auch die lokalen Tierärzte werden in die Tierschutzarbeit mit einbezogen. Aber auch besonders bei der Inselbevölkerung wird versucht, mehr Verständnis für die Belange der Tierwelt zu erreichen.

Viele Aufgaben lassen sich nicht mehr, wie es ursprünglich einmal anfing, lediglich in der Freizeit erledigen. Daher ist ein gewisses Maß an Professionalität nicht mehr zu vermeiden. Besonders das oftmals nicht einfache und langwierige Verhandeln mit Politikern und Beamten bedarf so viel Einsatz und Geschick, daß dies allein in der Freizeit nicht mehr zu schaffen ist. Man kommt aber um diese Dinge einfach nicht herum, denn viele Erfolge im Tierschutz sind nicht ohne politische Entscheidungen zugunsten der Tiere denkbar. Dank der finanziellen Unterstützung einer ausländischen Förderin war es möglich, daß zumindest Maxi Lange bei BALDEA eine Vollzeitstelle übernehmen konnte, was auch angesichts der Fülle an Aufgaben unabdingbar wurde.

Was hat BALDEA in den vergangenen Jahren nun erreicht? Es können nur einige Beispiele genannt werden, die 17 Jahre Tierschutzarbeit habe schon so einige Erfolge mit sich gebracht. Dazu gehören u.a. die Schaffung von Hundeparks im Stadtgebiet von Palma und die Genehmigung des ersten Hundestrandes in Carnatje in der Nähe des Flughafens. Der Inselrat konnte dazu bewegt werden, eine Geldsumme von immerhin ¼ Million € für Kastrationsprojekte zur Verfügung zu stellen. Das Schulprojekt „Mehr Sozialkompetenz durch Haustiere“ darf hier auf gar keinen Fall fehlen, denn Kinder sind die Erwachsenen von morgen und wenn diese den richtigen Umgang mit Haustieren aber auch mit Streunern frühzeitig erlernen, können sie auch später besser zum Tierwohl beitragen. Eine Weiterbildungsaktion für Polizisten soll erwähnt werden, in der die Beamten erlernen konnten, welche Anzeichen auf Fälle von Tiermißhandlungen hinweisen. Ein sehr wichtiger Erfolg war das Erreichen der Mitfahrerlaubnis von Haustieren in den Stadtbussen von Palma, was jahrelang undenkbar war, in anderen Ländern aber seit langem tagtägliche Praxis war. Letztendlich ist auch der Beharrlichkeit von BALDEA zu verdanken, daß die früher üblichen regelmäßigen Einschläferungen von Tieren weitestgehen der Vergangenheit angehören. Letztendlich ist es aber ein Platzproblem und es bleibt zu hoffen, daß sich immer wieder und weiterhin Pflegestellen finden, damit der Platzbedarf in den städtischen Tierheimen nicht überstrapaziert wird und diese dann zu Einschläferungen greifen würden.

Das Vorstehende stellt nur eine Kurzzusammenfassung dessen dar, was über die Jahre im Tierschutz erreicht werden konnte. Für die kontinuierliche und aufopferungsvolle Tätigkeit der balearischen Tierschützer hat BALDEA stellvertretend den Preis der „Mallorca Zeitung“ erhalten.

F.S.

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