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Programm zur Kontrolle städtischer Katzenkolonien in Ibiza Stadt

Veröffentlicht am : 12. September 2022

KatzenpopulationEs ist mittlerweile in aller Munde, daß die Balearen, aber auch viele andre Regionen Europas, ein arges Katzenproblem haben. Bedingt durch Corona und die aktuellen Krisen muß leider wieder eine stark zunehmende Vermehrung verwilderter bzw. ausgesetzter Hauskatzen beobachtet werden. Seit fast 2 ½ Jahren sind die Kastrationen dieser Tiere stark zurück gegangen. Schaut man sich die nebenstehende Pyramide der Katzenvermehrung an, so offenbart sich das Problem in seiner gesamten Breite. Die Zahlenwerte der Pyramide sind zwar sogenannte Idealwerte, die dann zu erwarten wären, würden nicht zwischendurch Katzen an Unfällen, Krankheiten und durch Fressfeinde sterben. Dennoch ist ohne breit angelegter Kastration das Problem der zunehmenden Population kaum lösbar. Wenn man allerdings seine Tierschutzarbeit, wie z.B. Cats Karma auf Mallorca, in erster Linie darauf konzentriert, kranke und verletzte Katzen mit hohem Aufwand zu retten und am Leben zu erhalten, dann kommt die großflächige Kastration leider zu kurz und die Zahl weiterer kranker oder verletzter Katzen steigt mit dem Anstieg der Gesamtanzahl an Katzen proportional an. Irgendwann wird dann der Tag kommen, wo man sagen muß, wir können nicht mehr allen helfen. Wenn diese Katzen aber gar nicht erst geboren werden, würde dieser Engpaß auch kaum zu erwarten sein.

Das Rathaus von Ibiza Stadt hat nun aufgrund zahlreicher Hinweise der Bürger vor kurzem eine Erklärung abgegeben, die wir nachstehend gern auf Deutsch veröffentlichen möchten.

„Die Umweltabteilung der Stadtverwaltung von Eivissa führt ein Programm zur Organisation städtischer Katzenkolonien in der Stadt Eivissa durch.

Ziel der Durchführung des Programms ist es, die bei der Stadtverwaltung von Eivissa eingegangenen Anträge auf Zusammenarbeit zur Konsolidierung der kontrollierten städtischen Katzenkolonien aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes zu bearbeiten. Auf diese Weise wird die unkontrollierte Vermehrung von Straßenkatzen und ausgesetzten Katzen vermieden, indem kontrollierte Katzenkolonien durch die Methode des Einfangens, Sterilisierens und Freilassens erhalten werden.

Um die korrekte Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, wurde ein Aktionsprotokoll erstellt, das eine koordinierte und kontinuierliche Betreuung der Katzenkolonien im Laufe der Zeit vorsieht.

Die Umweltabteilung der Stadtverwaltung von Eivissa wird wie folgt vorgehen: Sobald eine Katzenkolonie entdeckt wird, werden das Gebiet, die Anzahl der Tiere, die Situation und der Standort bewertet und mögliche Mitarbeiter ermittelt. Ebenso wird Kontakt zu den mitwirkenden Organisationen aufgenommen, damit diese die Verwaltung der Kolonie und den Standort der autorisierten und verantwortlichen Mitarbeiter übernehmen können.

Nach Abschluss dieser Bewertung wird der Stadtrat von Eivissa die Einwohner über die zu ergreifenden Maßnahmen und die zu erreichenden Ziele informieren.

Nach der Analyse der städtischen Kolonie werden folgende Phasen durchlaufen: Festlegung des Standorts der Kolonie und Vorbereitung der Futter- und Sammelstellen; Einfangen. Sowohl das Einsammeln als auch das Freilassen der Tiere in den Kolonien, in denen es Mitarbeiter gibt, wird von der Stadtverwaltung von Eivissa durchgeführt.

Priorität und Arbeitsmethode werden stets die Verbesserung der Bedingungen in den Katzenkolonien und die Erleichterung des Zusammenlebens zwischen Bürgern und Tieren sein. Für die Tiere, die aufgrund ihres geselligen Charakters oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Kolonie zurückkehren können, wird die Zusammenarbeit mit Tierschutzverbänden verstärkt, um Adoptionen zu fördern.

Die Standorte der Kolonien in der Stadt werden ausgeschildert, und die Betreuer und Freiwilligen erhalten eine Karte, die sie als freiwillige Betreuer der Kolonien ausweist.

Es wird erwartet, dass die Probleme, die durch die Anwesenheit unkontrollierter Stadtkatzen entstehen können, durch eine kontrollierte Bewirtschaftung verringert oder beseitigt werden, dass die Größe der Kolonien stabilisiert wird, dass die Anzahl der in den Zentren aufgenommenen Tiere verringert wird und dass die Zusammenarbeit zwischen den Fütterungs- und Kooperationsgruppen gefördert wird.“

Das Vorhaben des Rathauses von Ibiza Stadt erscheint zunächst einmal als fortschrittliche Herangehensweise an die Lösung des Katzenproblems. Ob es wirklich zu dem gewünschten Erfolg führen wird, wird man in einigen Monaten sehen müssen.

S.P.

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